Wer denkt, im kleinen Lipperland, auch Ostwestfalen-Lippe genannt, könnte kein Gospelfestival veranstaltet werden, hätte zu den Gospeltagen in Lemgo kommen sollen. Das ursprünglich auf dem Marktplatz vorgesehene Auftreten der 4 lippischen Chöre "Zwischentöne", "Get Up", "PoGo" und "St. Johann" wurde wegen der unsicheren Wetterlage in die Ev.-ref.Kirche St. Johann verlegt.

Workshopchor "1. Lippische Gospeltage"
Bei voller Kirche hielt Pfarrer Horst-Dieter Mellis, Lemgo, einen Gospelgottesdienst in Begleitung des Workshopchores (170 Sänger/innen) unter Leitung von Hanjo Gäbler (Piano) und Martin Denzin (Percussion). Dabei wurde schon klar, dass auch der Nachmittag mit den vier Chören ein Erlebnis werden sollte. Doch bis 14:00 Uhr war noch etwas Zeit für einen Teller Erbsensuppe oder einem kleinen Stadtbummel durch das verträumte Lipperstädtchen Lemgo.

Der Gospelchor "Zwischentöne", Hillentrup wird von Peter Diekmeyer geleitet und hatte folgende Gospels im Gepäck:
"Going up yonder",
"This little light of mine",
"I love the Lord" und
"I`m gonna wait on the Lord",
wobei die seine Version von "Little light of mine" sehr gut ankam. Tosender Beifall nach dieser ersten Gruppe.

Der Gospelchor "Get Up", Bad Salzuflen, wird von Gudrun Maiwald geleitet, die auch gleichzeitig für den musikalischen Part der "1. Lippischen Gospeltage" zuständig war.
Ein kleiner Tumult am Piano stoppte den Ablauf. Was war passiert? Das rechte Piano-Pedal war abgebrochen. Um die Zuhörer in der tollen Stimmung zu halten stimmte der Chor während den Reparaturversuchen den Afro-Gospel "Siyahamba" an, und das ohne Chorleitung, einfach frei aus dem Herzen.
Mit "Good News",
"Hold on",
"We will bless Him",
"Jesus, be a fence" und
"Jesus is the rock" brachte der Chor-, besonders mit dem Letzteren, -die Stimmung zum brodeln.

Der Gospelchor "PoGo", Schlangen, mit seinem Leiter Andreas Lehnert hatte sechs Gospelsongs mitgebracht.
"Soon and very soon",
"This train",
"Jesus in my house",
"Soon be done",
"Sing to the Lord a new song" und
"The Adventure" mit einem Sänger in abenteuerlicher Kleidung, der bis zur Mitte des Kirchenschiffes die schon mitklatschenden Zuhörer weiter anfeuerte. Das Bild zeigt den Chor bei "This train", einem Song von PoGo-Witten, mit der obligatorischen Armbewegung.

Der Gospelchor "St. Johann", Lemgo, hatte als gastgebender Chor neun Gospelsongs für diesen Nachmittag eingeprobt, die Peter Diekmeyer trotz defektem Piano sicher dem Publikum präsentieren konnte. Die vorgesehenen Stücke waren:
"Welcome into this place",
"Swing low" (Medley),
"The glory song",
"Hold on",
"Praise ye the Lord",
"Ride on King Jesus",
"What a mighty God we serve" (Medley),
"I´m giving my life to you" und
"I´m gonna lay dow my burden". Mit dem letzen Lied kamen die vorherigen Chöre zurück zur Bühne. Dort wurde es jetzt eng.

Workshopchorleiter Hanjo Gäbler, Hamburg, hatte versprochen noch einige Solo-Songs vorzutragen.
Mit "Sometimes I feel like a motherless child", einem alten Spiritual brachte er auch seine Einstellung zu Jesus, zu Gott und zum Beten den Zuhörern nahe. Später folgten dann zum mitsingen "Amen", "This little light of mine", "He´s got the whole world" und "Oh happy day".
Aus den singenden Gospeltage-Besucher sprang zum Schluß noch Martin Ejeagwu vor den Workshopchor und heizte mit seinem Temperament und tänzerischen sowie stimmlischen Einlagen der Menge noch einmal kräftig an.
Martin Ejeagwu ist Chorleiter der "The Soulgospel Singers" Paderborn
Pfarrer Horst-Dieter Mellis, ebenfalls Mitsänger im Gospelchor seiner Gemeinde St. Johann, verabschiedete die Besucher und Teilnehmer mit dem Segen und der Hoffnung "So Gott will" im Jahr 2008 bei den 2. Lippischen Gospeltagen in Bad Salzuflen dabei zu sein.
2 Kommentare 
|