Kommentar

Neues vom Gospelkirchentag in Düsseldorf

eingegeben von: reinhold
02. September 2006

Jede und keine Region


Internationale Gospelkirchentag: Veranstalter ziehen eine positive Bilanz, „Düsseldorf: Eine singende Stadt“


Viel geballtes Halleluja


Drei Tage Gospel - drei Tage voller Begeisterung, Bewegung und viel, viel Gesang. Mit einem ebenso festlichen wie schwungvollen Gottesdienst endete der 3. Internationale Gospelkirchentag.

Das bedeutendste Festival der Gospelmusik in Deutschland lockte seit Freitag mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. 3.100 angemeldete Dauerteilnehmende nahmen an Workshops teil oder sorgten in einem der insgesamt 99 Chöre selbst für musikalische Unterhaltung in Kirchen, Konzertsälen und auf Open-Air-Bühnen in der Düsseldorfer Innenstadt.

Und brachten die Stadt zum Klingen: "Soviel geballtes Halleluja wurde bisher noch nicht in Düsseldorf gesungen", so Dr. Ulrich Erker-Sonnabend, Pressesprecher von "evangelisch in Düsseldorf", dem örtlichen Kooperationspartner.

"Das war ein tolles Fest", resümierte auch die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber am Sonntag Nachmittag für den Trägerkreis des Gospelkirchentags.

Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche richteten das Fest bereits zum dritten Mal unter Beteilung der Creativen Kirche Witten aus.

"Wir haben heute morgen im Burg-Wächter Castello unter Leitung des schwedischen Gospelstars Joakim Arenius 'Thy will be done' mit 3.500 Menschen vierstimmig gesungen. Das war für mich der bewegendste Moment des Gospelkirchentags", so Vizepräses Bosse-Huber. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass das Gospel-Singen nicht nur denen, die zuhören, Freude bereitet: "Auch für die Sängerinnen und Sänger ist das ein beglückendes Tun mit Leib und Seele." Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass die Gospel-Szene wachse.

Und auch die Zusammenarbeit mit den katholischen Gemeinden in Düsseldorf klappte ausgezeichnet: viel Raum und Platz stand auch dort den Gospelsängerinnen und Sängern zur Verfügung. "Na klar - und wir haben ja noch eine Rechnung vom Weltjugendtag offen", wurde von katholischer Seite mit einem Schmunzeln erklärt.

Im Jahr 2008 wird der 4. Internationale Gospelkirchentag dann in Hannover stattfinden. In Vertretung der erkrankten Landesbischöfin Margot Käßmann lud Oberlandeskirchenrat Dr. Hans Christian Brandy die Besucherinnen und Besucher des Abschlussgottesdienstes in die niedersächsische Landeshauptstadt ein. Warum Hannover? "Auch wir haben - wie hier in NRW - eine große und blühende Gospelszene, die sich frei und spontan auch neben der Kirche entwickelt", erklärte Brandy. "Der Gospelkirchentag soll ein Signal geben: Ihr seid in der Kirche zu Hause", so Brandy.

Dass der Gospelkirchentag seine "Heimat" Nordrhein-Westfalen verlässt, ist für die Vizepräses der rheinischen Kirche ein Zeichen des Aufbruchs: "Wir haben hier gemeinsam ein gutes Festival geboren und auf den Weg gebracht. Jetzt soll es auch in anderen Regionen des Landes Freundinnen und Freunde des Gospel anlocken. Und wir aus dem Westen werden gewiss dabei sein."

jpi / mai 03.09.2006
Quelle: http://www.ekir.de



Impressionen vom Gospelkirchentag in Düsseldorf



Insgesamt 99 Chöre und zahlreiche Künstler kamen zum 3. Internationalen Gospelkirchentag nach Düsseldorf. Vom 1. bis 3. September verwandelte das größte europäische Gospelfestival die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt in eine riesige Gospelbühne. Bei Konzerte in Kirchen, auf vielen Openair-Bühnen sowie einem Gospel-Boat auf dem Rhein rissen mehr als 3.500 Sänger die Zuhörer mit ihrer Musik mit. International bekannte Künstler wie Kurt Carr (USA) standen neben vielen kleinen deutschen Gospelchören, das Programm beinhaltete Auftritte, Workshops, Seminare, ein Galakonzert und einen großen Abschlussgottesdienst. "Ich bin so bewegt, die Musik reißt mich einfach mit", so eine Zuhörerin, nach ihrem Eindruck des Gospelkirchentags gefragt. Ein anderer Teilnehmer: "Gott hat mich bewegt, ich habe ihn durch die Musik und die Texte neu kennen gelernt".

Mit vielen der anwesenden Künstlern wie Kurt Carr, Hanjo Gäbler, Sarah Kaiser, Stephan Zebe, David Thomas und Verena Kempkes sowie den Organisatoren des Gospelkirchentags, Marti [gkt2.jpg] n Barthelworth, Ralf Rathmann und Sebastian Senzik (Creative Kirche), konnte das Team von Gospelradio.de Interviews führen. Ihr könnt sie in den kommenden Wochen auf Gospelradio.de hören. Foto oben: 4.000 Teilnehmer und Besucher beim Abschlussgottesdienst im Düsseldorfer Burg-Wächter Castello.

Quelle: www.gospelradio.de



DÜSSELDORF

Gospelkirchentag: Halleluja für die ganze Altstadt


Zum 3. internationalen Gospelkirchentag strömten 30 000 Besucher nach Düsseldorf. 3000 Musiker machten in 99 Chören die Altstadt zu einem lebhaften Altarraum.

Düsseldorf. Es sind tausend Stimmen, die durcheinander klingen. Und dennoch entsteht kein Lärm. Obwohl genau den der ein oder andere vielleicht gebrauchen könnte, um so richtig wach zu werden. Denn es ist gerade 9.30 Uhr am Samstagmorgen. "So lange, wie wir gestern nach der Eröffnung noch in der Altstadt waren, ist das sehr früh", schmunzelt Simon.

Der 24-Jährige ist mit einem Chor aus Hessen zum dritten internationalen Gospelkirchentag nach Düsseldorf gekommen. Jetzt nimmt er an einem der Highlights für die 3000 teilnehmenden Gospelmusiker aus halb Europa teil - dem Mass Choir Workshop.

Der Titel ist durchaus ernst zu nehmen. Eine echte Masse an Musikern ist es, die sich da im Rund des Burgwächter Castellos in Reisholz aufreiht. Mehrere tausend Musiker, genauso viele Stimmen - und sie alle sollen jetzt miteinander Musik machen. "Das funktioniert nur, wenn hier nicht alles durcheinander geht", seufzt Bob Singleton.

Die Gospel-Größe aus den USA ist einer der Trainer für diesen Workshop. Am Ende wird er aus dem Stimmenwirrwarr noch einen passablen Massen-Chor formen. Mitglieder aus fast 99 Chören zusammengestellt zu einem einzigen - nur die "normalen" Besucher des Gospeltags bekommen das nicht zu hören.

Denn einen Auftritt des Mass-Choirs außerhalb des Workshops gibt' s nicht. Stattdessen verteilen sich die Chöre am Samstag auf insgesamt acht Bühnen in der Altstadt. Live-Gospel bis zum Abwinken. Wirken sie auf dem großen Burgplatz meist verloren, kommt etwa vor der Bühne im eher beschaulichen Alten Hafen schnell Stimmung auf. Passanten bleiben stehen, summen die ein oder andere bekannte Melodie mit. "Schon eine besondere Art von Fröhlichkeit", meint Beate Rossling beim Blick auf die hüpfende und klatschende Gruppe auf der Bühne.

Immerhin: Viele Düsseldorfer lassen sich tagsüber davon faszinieren. Etwa 30 000 Besucher wollen die Veranstalter der drei nordrhein-westfälischen Landeskirchen und von Evangelisch in Düsseldorf am Ende der zweieinhalb Tage Gospel gezählt haben. Damit sehen sie ihre Musikart, die gerade bei jüngeren evangelischen Gemeindemitgliedern die althergebrachte Kirchenmusik immer mehr verdrängt, weiter im Aufschwung.

Die evangelische Amtskirche freut' s. Die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber knüpft große Hoffnungen an die Gospel-Bewegung: "Ich sehe das an meinen eigenen Kindern: Der Gospel schafft einen ganz neuen Zugang zur Kirche und unserer Botschaft."

Die wird auch am Samstagabend mehr als einmal deutlich. "Jesus is good", lautet es in einigen der Texte. Die Veranstalter haben zum Gala-Konzert ins Burgwächter-Castello geladen. Gekommen sind hauptsächlich die Mitglieder der 99 Chöre, kaum "Außenstehende". Vielleicht haben die den Ort des Geschehens auch einfach nicht gefunden. Die Beschilderung zur neuen Vorzeigehalle im Süden ist bescheiden.

"So etwas habe ich noch nie erlebt", schimpft Helga Burkowski aus Hannover. Sie trifft erst mit einer halben Stunde Verspätung beim Konzert ein: "Die Schilder führten einfach in die völlig falsche Richtung."

Es bleibt die einzige Disharmonie an diesem Abend. Die Gospelfreunde stecken voller Begeisterung. Da wird schon geklatscht, gejubelt und gefeiert, bevor der erste Ton gefallen ist. Für manchen fachfremden Zuhörer mitunter eine ungewohnte Art der Begeisterung. Das ganze Konzert über wird mitgetanzt und gejohlt.

"Der Zusammenhalt in der Gospelszene ist das Größte, was ich bisher erlebt habe", strahlt die 16-jährige Maike aus Düsseldorf. Und freut sich schon darauf, diesen Zusammenhalt in zwei Jahren beim nächsten Gospelkirchentag in Hannover zu erleben.

04.09.06
Von Sven Prange
Düsseldorf

Quelle: www.wz-newsline.de



Singen, klatschen, beten, neue Freunde gewinnen, alte Bekannte wieder treffen, vor allem aber auch neue Gospelsongs kennenlernen - der Gospelkirchentag in Düsseldorf hat die Teilnehmer drei Tage lang mitgerissen.

Düsseldorf (epi). "Düsseldorf hat offene Türen und offene Herzen für Gospel." Eine rundherum positive Bilanz zieht Dr. Ulrich Erker-Sonnabend, Pressesprecher der evangelischen Kirche in Düsseldorf, vom dritten internationalen Gospelkirchentag. Das größte Gospeltreffen Deutschlands fand am ersten Septemberwochenende in Düsseldorf statt. 3000 Dauerteilnehmer wirkten mit. Das Gospel-Event zog die Aufmerksamkeit von rund 30 000 Zuschauern auf sich.

"Die Landeshauptstadt war drei Tage lang eine singende Stadt", so Erker-Sonnabend. Überall auf den Plätzen und in den Kirchen der Alt- und Innenstadt gab es Begegnungen mit einer Musik, die "geerdet und auch gehimmelt" ist, so der Pressesprecher. "Beim Gospelsingen kommen Himmel und Erde zusammen." Das sei zum Beispiel ganz deutlich in der Gospelchurch am ersten Abend des Gospelkirchentags zu spüren gewesen.

In der völlig überfüllten Johanneskirche hätten viele Menschen im Gottesdienst Erfahrungen mit den Grundaussagen des Glaubens machen können. Himmel und Erde seien auch da zusammengekommen, wo die Gospelchurchbesucher ganz eine Kollekte von fast 2000 Euro für Kinder im tschetschenischen Grosny sammelten. Mit dem Geld können kriegsverletzte und traumatisierte Kinder, die das Hilfsprojekt "Kleiner Stern" von Düsseldorf aus in Grosny betreut, medizinisch versorgt werden.

Was das Erlebnis des Gospelkirchentages deutlich mache sei, dass Glaubensfreude und christliche Tatkraft sich im Gospel träfen. Auf diesem Wege wolle man in Düsseldorf weitermachen. Das ist zum Beispiel bei der nächsten Gospelchurch am 16. Dezember mit der Sängerin Sarah Kaiser in der evangelischen Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, um 18 Uhr zu erleben. Besonders freut den Sprecher der evangelischen Kirche in Düsseldorf, dass bei einer der kommenden Gospelchurches die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Petra Bosse-Huber, die Ansprache halten wird.

Der nächste Gospelkirchentag findet in zwei Jahren in Hannover statt.

Der Gospelkirchentag geht zur Stunde mit einem Abschlussgottesdienst zu Ende.

Informationen zur Gospelszene in Düsseldorf im Internet: www.evdus.de und www.gospel-in-duesseldorf.de. Hier sind die kommenden Gospel-Termine zu finden.

Der internationale Gospelkirchentag ist eine Veranstaltung der drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit "evangelisch in Düsseldorf". "evangelisch in Düsseldorf" ist der gemeinsame Auftritt der 24 evangelischen Kirchengemeinden der Landeshauptstadt. (3.9.06)

Quelle: Evangelischen Pressestelle Düsseldorf



Über 1200 Gospelfans spendeten für Kinder in Grosny. GOSPELchurch brachte 1946 Euro für den "Kleinen Stern"
Düsseldorf (epi). Freude beim "Kleinen Stern" in Grosny. Für das von Barbara Gladysch unterstützte Kinderheim im tschetschenischen Grosny ist bei der GOSPELchurch zum Gospelkirchentag eine gute Summe gesammelt worden: genau 1946 Euro.

Der "Kleine Stern" ist ein Hilfsprojekt für tschetschenische Kinder und Jugendliche, die seit zehn Jahren in einer Umgebung des Kriegs, der Zerstörung und der Flucht aufwachsen müssen. Pädagogen und Psychologen, aber auch engagierte Erwachsene sind für die Kinder in den Räumen eines ehemaligen Schulgebäudes da. Eines der vorrangigen Probleme: Manche Kinder sind Minenopfer und brauchen dringend medizinische Versorgung. Das kostet im Schnitt 500 Euro für jedes Kind. Mit dem Geld, das bei der GOSPELchurch gestern abend (Freitag, 1. September) gesammelt wurde, können nun vier Kinder medizinisch betreut werden.

In der GOSPELchurch, die um 22.30 Uhr in der mit über 1200 Besuchern völlig überfüllten Johanneskirche gefeiert wurde, stellte Barbara Gladysch im Interview mit Dr. Ulrich Erker-Sonnabend von der Evangelischen Pressestelle den "Kleinen Stern" vor.

Gladysch fährt mehrmals im Jahr nach Grosny. Gladysch ist eine der 1000 Frauen, die von einer Initiative für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. 1981 gründete sie die "Mütter für den Frieden". Seit 1996 engagiert sie sich für Kriegsopfer in Tschetschenien.

In der GOSPELchurch gaben sich die Stars, die zuvor auf dem Burgplatz den dritten internationalen Gospelkirchentag eröffnet hatten, ein Stelldichein. Das begeisterte Publikum konnte hautnah die "Golden Gospel Singers" mit Bob Singleton, David Thomas, Joakim Arenius und seine Gruppe "Praise Unit" sowie die Düsseldorfer Sängerin Njeri Weth erleben. Gesungen haben alle diese Gospelgrößen mit dem Chor "PaterNoster" aus Düsseldorf. Der von Elke Wisse geleitete Chor hatte zu dieser GOSPELchurch zu später Nacht in die Johanneskirche eingeladen.

Die nächste GOSPELchurch findet am 16. Dezember in der evangelischen Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, statt. Dann ist die Gospelsängerin Sarah Kaiser zu Gast.

Der dritte internationale Gospelkirchentag geht morgen (Sonntag, 3. September) um 15 Uhr mit einem Abschlussgottesdienst im Burg-Wächter Castello, Karl-Hohmann-Straße 1, Düsseldorf-Reisholz, zu Ende. Darin sind die mehr als 3000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Gospelkirchentags in einem Mass Choir zu erleben.

Der dritte internationale Gospelkirchentag wird von den drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit "evangelisch in Düsseldorf" veranstaltet. Hinter "evangelisch in Düsseldorf" stehen die 24 evangelischen Kirchengemeinden der Landeshauptstadt. (2.9.06)
Quelle: Evangelischen Pressestelle Düsseldorf
Evangelischen Pressestelle Düsseldorf
Dr. Ulrich Erker-Sonnabend
Haus der Kirche
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf
ues(at)evdus.de

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