NotenLehre

II-5 Triolen, Punktierungen, Bindebögen und Notenschlüssel

Einleitung/Ausblick:

Heute holen wir dann nun endlich zum großen Rundumschlag aus. Wir haben in den vorherigen Lektionen eine Menge an Grundlagen geschaffen und wollen dieses Wissen nun komplettieren. Na ja, wir können natürlich nicht alles in dieser Lektion abarbeiten, ABER wir können mit dem Wissen aus den folgenden Inhalten (und aller vorangegangenen Lektionen) mehr als nur "Alle meine Entchen" ablesen (Nichts gegen diesen Klassiker der Musikgeschichte)!

Was uns noch fehlte in den ersten Lektionen war die Erklärung des Bindebogens, der Punktierung von Noten, der Triolen und natürlich der Notenschlüssel!

Alle diese Punkte werden in dieser Lektion besprochen und dann ist das Basiswissen schon fast vollständig abgedeckt. Ab dann (in den nächsten Ausgaben des Workshops) geht es um mehr als nur blankeste Theorie (na ja, so hoffen wir jedenfalls)!

Notenwerte(3):

Wir hatten uns in den letzten beiden Lektionen nur mit den Notenwerten (also der Klangdauer einer Note) befasst und uns ist am Ende aufgefallen, dass die Triolen, Punktierungen und Bindebögen fehlen. Schauen wir uns diese 3 Sachen doch einfach einmal an!

Triolen sind für die meisten das rhytmisch Schwerste. Man nimmt einen Notenwert und teilt ihn nicht durch 2 sondern 3, dann hat man eine Triole. Wir haben das im Beispielbild mit einer Viertelnote gemacht. Hierbei handelt es sich also um eine Achteltriole! 3 Achtelnoten, die man hintereinander anspielt, welche zusammen aber nicht länger als eine 1/4 Note klingen. Hört sich kompliziert an, ist es (mit etwas rhytmischer Übung) aber nicht!

Um das nächste Bild zu verstehen, müssen wir uns zuerst mit den Bindebögen befassen. Hier wird einfach der Wert einer Note durch den Bindestrich zu dem Wert der anderen Note addiert.

In unserem Bild hier drüber bedeutet das, dass wir eine Viertelnote haben, welche aber um eine weitere Viertelnote "verlängert" wird. Sie klingt also wie eine halbe Note (und braucht auch soviel Platz im Notensystem)!

Mit diesem Wissen können wir das folgende Bild verstehen. Hier haben wir eine punktierte Note. Punktierungen hinter einer Note verlängern die Tondauer um die Hälfte des ursprünglichen Wertes. In unserem Beispiel haben wir eine halbe Note mit einer Punktierung. Diese Note (inklusive der Punktierung) hat nun einen Wert von einer 3/4 und nicht mehr einer 2/4 bzw. halben Note. Genau das sagt auch die Gleichung aus, welche das Bild ja darstellt!

Damit wollen wir den Punkt Notenwerte erst einmal abschließen. Alles aus diesem Bereich der Notenlehre wird uns immer wieder begegnen (und das nicht nur hier im Workshop sondern auch im realen Notenleben *grins)!

Notenschlüssel:

Wir wollen jetzt das untersuchen, was uns in vielen Bildern schon aufgefallen ist, worauf wir aber nie eingegangen sind, nämlich die Notenschlüssel.

Für uns sind da ein paar relevant und begegnen uns auf jedem Notenblatt.

 

[

(Linkes Bild:) Der Violin Schlüssel (oder auch G Schlüssel genannt) umrahmt im Notensystem den Ton g'. Alle anderen Töne und deren Platzierungen richten sich also nach diesem g'.
(Rechtes Bild:) Beim Bass Schlüssel (auch F Schlüssel genannt) wird der Ton f mit den beiden Punkten eingefasst. Alle anderen Töne und deren Platzierung im Notensystem richten sich hier also nach dem f aus.

Die Notenschlüssel legen also den Bezugspunkt in unserem Notensystem fest!

Wie die Töne im System verteilt sind und wie sie heißen kann man auf den Bildern hier unter sehen. Da gibt es einmal das System mit dem G-Schlüssel und dem F-Schlüssel welche wir ja eigentlich immer in Chorliteratur zu sehen bekommen!

Es gibt natürlich (wie kann es auch anders sein) noch viel mehr als diese Beiden, wir beschränken uns bei den Basics aber auf das, was am gebräuchlichsten und für den Anfänger am wichtigsten ist.

Das könnte zum Beispiel aber noch der C-Schlüssel sein, der auch ab und an in Notensystemen zu sehen ist. Diese sehen so aus und definieren immer das c' als Bezugspunkt:

 

c2_key

Mehr wollen wir an dieser Stelle gar nicht anreißen und deshalb ist das auch für heute schon alles, was wir in dieser Lektion erklären wollten.

Tip:

Heute haben wir einen ganz einfachen Rat!

Bist Du ein Anfänger und fühlst Dich im Notensystem nicht gerade zu Hause? Dann lehne Dich zurück und lies die ersten Lektionen bis hierhin noch einmal durch. Du solltest, wenn Du konzentriert und aufmerksam liest, nach dem Lesen eine Menge mehr über das Aussehen und die Bedeutung eines Notenblattes wissen als vorher!

Eigentlich müsstest Du auch in der Lage sein einfache, einstimmige Lieder zu "lesen". Eventuell gibt es da aber einen klitzekleinen Stolperstein, denn was wir noch gar nicht beleuchtet haben ist ein ganzes Notensystem.

Dies lässt sich wieder am Beispiel einer Klaviatur erklären und genau das machen wir in der nächsten Lektion. Dort gibt es dann in Bildern die Unterschiede zwischen zum Beispiel C - c - c' - c'' - c''' und noch vieles mehr.

Achtet mal wieder auf Eure Notenblätter, werft einmal auch einen Blick vom Text weg auf das Notensystem wenn Du ein Chorsänger bist und versuche deine Stimme zu erkennen!

Viel Spaß beim Notenlesen!

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Erstellt am 20. August 2013 von Administrator, letzte Änderung am 20. August 2013