NotenLehre

IV-C Zusammenfassung der Lerngruppe IV

Wir haben in der Themengruppe IV noch einmal die Dur Tonleiter betrachtet und uns dann um die Molltonleitern, die 7 Modi der Dur-Tonleiter und den Quintenzirkel wegen der globalen Vorzeichnung angeschaut. Hier haben wir eine Übersicht von wichtigen Grafiken mit ggf. erläuterndem Text oder nur Text. Diese Zusammenfassung soll Dir helfen, die Inhalte der Lektionen aus der Lerngruppe 4 noch einmal kompakt abrufbar zu machen.
Globale Vorzeichnung:
Am Anfang eines Stückes wird die Tonart des Stücks durch die Vorzeichnung angegeben. Diese Vorzeichen gelten für das gesamte Stück, es sei denn sie werden innerhalb eines Taktes, für den Takt, durch das Aufhebezeichen "deaktiviert". Der Unterschied zu der Vorzeichengebung innerhalb eines Taktes in einem Lied besteht also darin, dass das Vorzeichen vor einer Note nur solange gilt bis der Takstrich kommt. Ab dann ist das Vorzeichen nicht mehr gültig und die Ursprungstonhöhe gilt wieder. Aus Gründen der Übersicht wird manchmal ein Aufhebezeichen im nächsten Takt (wenn dort die Note wieder vorkommt) vor die Note geschrieben. Dies muß aber nicht sein!
Zusammenfassend also:

Globale Vorzeichnung (am Anfang des Stücks nach dem Notenschlüssel) gilt für das Gesamte Lied - also für alle Takte. Vorzeichen vor einer Note mitten in einem Takt gelten nur in diesem Takt und nicht länger.

Mollparallele:
Jeder Dur-Tonart wird eine parallele Moll-Tonart zugeordnet, deren Grundton eine kleine Terz (3 Halbtonschritte) unter dem der Dur-Tonart liegt. Diese Molltonart nennt man parallele Molltonart. Paralleltonarten verwenden die gleichen Töne und haben daher gleiche Vorzeichen. Mit C-Dur und A-Moll könnte man es z.B. folgendermaßen Darstellen:

Quintenzirkel
Der Quintenzirkel baut sich auf aus dem, in beide Richtungen in Quintschritten voneinander weg bewegen. Beim sechsten Quintschritt in beide Richtungen, stossen wir auf den selben Ton. Nur ist dieser halt anders bezeichnet wegen der enharmonischen Verwechslung.

Es wird ein Kreis gebildet. In den Dur-Quintenzirkel kann man dann die Mollparallele einzeichnen. Zur besseren Kenntlichmachung des Zusammenhanges zwischen Dur und Mollparallele sowie der identischen globalen Vorzeichgebung, ist das folgende Bild auf unsere Bedürfnisse angepasst (die Medianten fehlen in diesem Zirkel, weil wir sie für unseren Workshop bisher nicht gebraucht haben).

Der Quintenzirkel ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für alle Komponisten, da er die Verwandschaftsbeziehungen der unterschiedlichen Tonarten aufzeigt. Je näher (am besten direkt nebeneinander) die Tonarten sich sind, desto besser harmonieren sie - weil Ihre Verwandschaftsbeziehungen sehr eng sind.

Moll-Tonleiter(n):
Bei der Moll Tonleiter sind die Halbtonschritte zwischen der Stufe 2 und 3 (kleine Terz) sowie der 5 und 6 Stufe. Vom Klang her klingt sie traurig. Es gibt 3 wichtige Arten der Molltonleitern. Die natürliche (äolisch - 6. Stufe der Dur-Tonleiter), die harmonische und die melodische.
Die natürliche A Moll-Tonleiter:

Die natürliche Moll-Tonleiter hat die Halbtonschritte zwischen 2. und 3. sowie 5. und 6. Stufe.

Die harmonische A Moll-Tonleiter:

Die harmonische Moll-Tonleiter unterscheidet sich von der natürlichen durch das Erhöhen der siebten Stufe der Tonleiter, so das zwischen der 6. und 7. Stufe eine kleine Sekunde entsteht.

Die melodische A Moll-Tonleiter:

Ist eine natürliche Tonleiter mit um einen Halbton erhöhter 6. und 7. Stufe bei der "Aufwärtsbewegung". Beim Abwärtsspielen werden die beiden Stufen aber wieder erniedrigt.

Pentatonik:
Die Pentatonik ist eine Tonleiter, die nur aus Ganztonschritten besteht.

Man fängt hierbei beim Grundton zu zählen an. Nehmen wir C-Dur.

Erst kommt natürlich das C gefolgt von einem Ganztonschritt nach D (C, Cis, D) dann geht es von D nach E. Von hier aus ginge ein Ganztonschritt auf Fis (E, F, Fis), dieser Ton existiert aber gar nicht in der C-Dur Tonleiter, und daher kommt der nächste Ton G (ein Halbton über dem Fis). Von hier aus geht es dann natürlich auf das A und einen Ganzton darüber liegt das H.

ABER von H ist es nur ein Halbtonschritt zum C! Das C ist aber der Grundton der Pentatonik und daher fällt das H raus. Klar denn die Pentatonik kennt ja nur Ganztonschritte. Bei G-Dur wäre es folglich: G,A,H,D,E,(G). In Noten:

Die 7 Modi der Dur-Tonleiter:
ionisch (= Durtonleiter)

dorisch

In seiner Intervallstruktur entspricht der dorische Modus der natürlichen Molltonleiter mit erhöhter sechster Stufe. Dadurch hat diese Toinleiter einen etwas stärkeren Dur Klang. Dorisch ist der zweite Modus der Dur-Tonleiter und wird in der Regel als Tonleiter über einen Moll-Sept-Akkord der zweiten Stufe verwendet (für die unter uns, die schon etwas mehr wissen).

phrygisch

Hier haben wir die Intervallstruktur einer natürlichen Molltonleiter mit einer erniedrigten zweiten Stufe. Durch den Halbtonschritt zwischen Tonika und zweiter Stufe, haben wir einen etwas ungewöhnlicheren Klang für unser Gehörempfinden. Der Sound ist eher exotisch eingefärbt. Daher wohl auch üblich in der Flamenco Musik und (ja man höre und staune) bei Heavy Metal Akkordfolgen. Phrygisch ist der dritte Modus der Dur- Tonleiter.

lydisch

Der lydische Modus entspricht in seiner Intervallstruktur der Dur-Tonleiter mit erhöhter vierter Stufe. Die "Klassiker" unter uns werden den Sound aus dem späten 19 Jahrhundert kennen, den dort wurde die erhöhte vierte Stufe besonders gerne von impressionistischen Komponisten verwendet. Heute wird er im modernen Jazz (z.B. Steve Vai) wieder auzfgenommen. Lydisch ist der vierte Modus der Dur-Tonleiter.

mixolydisch

Hier haben wir einen der bekanntesten aller Modi (mit Ausnahme von ionisch und äolisch) und den fünften Modus der Dur-Tonleiter. Der Sept-Akkord, den die Töne des mixolydischen Modi bilden, ist ein Dominant-Sept-Akkord. Dieser Akkord wird häufig im Blues verwendet. In seiner Intervallstruktur entspricht er einer Dur-Tonleiter mit einer erniedrigten siebten Stufe. Er hat einen Dur-Klang, klingt aber etwas dunkler als die normale Dur-Tonleiter.

äolisch

Dieser Modi sollte sich eingeprägt haben (unbedingt!). Es handelt sich hierbei nämlich um die natürlich Moll Tonleiter.

Äolisch ist die sechste Stufe der Dur-Tonleiter.

locrisch

Hier haben wir den letzten der 7 Modi der Dur-Tonleiter. Seine Intervallstruktur entspricht der natürlichen Molltonleiter mit einer erniedrigten zweiten und einer erniedrigten fünften Stufe. Er wird aufgrund seiner Klangfärbung (kein Ruhepunkt im Tonika Akkord, sondern ein Tritonus [erniedrigte 5. oder erhöhte 4. Stufe])) nicht von vielen Komponisten verwendet. Eine Möglichkeit des Einsatzes dieses Modi ist aber bei Heavy Metal Akkordfolgen in E, die einen F-Akkord und einen Bb-Akkord haben.

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Erstellt am 21. August 2013 von Administrator, letzte Änderung am 21. August 2013