NotenLehre

V-1 Akkorde - Dreiklangverwandschaften

Akkorde

Wer kennt es nicht:
Lehrer: Moll = Traurig und Dur = Fröhlich.
Schüler: Ja und warum?
Lehrer: Das ist eben so! Es hat mit vielen hochkomplizierten Obertonschwingungen zu tun.. bla bla bla...
Also hier die Lösung (Chris greift in seine Zaubertasche:)! Zu allem was wir hören tritt ein sogenanntes raumhaftes Moment (räumliches Hören) hinzu. Dieses Moment hängt mit der Klangfärbung zusammen. Ein Tenor klingt „näher“ als ein Sopran der beispielsweise den selben Ton singt. (Das ist ähnlich wie mit grellen/warmen und dunklen/kalten Farben in der selben Ebene eines Bildes. Die warmen Farben „springen“ hervor.)

Im Intervall wird Helligkeit zu Distanz oder Breite. Außerdem färben Tonhöhe und Intervallabstände Klänge ein. So entsteht bei Moll ein dunklerer Klang hingegen bei Dur ein hellerer. Denn ein Moll-Akkord besteht aus einer kleinen und einer großen Terz, ein Dur-Akkord aus einer großen und einer kleinen Terz.

Generell ist ein Akkord ein Dreiklang (wobei ein Akkord auch aus mehreren Tönen bestehen kann). Ein Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und Quinte. Also aus zwei Terzen über einander. Sie können in 4 verschiedenen Kombinationen auftreten.

Dur

Eine große und eine kleine Terz. (C-E-G)

Moll

Wie oben schon gesagt, eine kleine Terz und eine große. (C-Es-G)

Übermäßiger Dreiklang

2 große Terzen. (C-E-Gis)

Verminderter Dreiklang

2 kleine Terzen (C-Es-Ges)

Nun wisst ihr, wie Akkorde gebildet werden.

Wird also ein D-Dur verlangt, so wisst ihr, dass eine große und eine kleine Terz aufeinander geschichtet werden müssen, das Ergebnis ist: D-Fis-A.

Das solltet ihr nun erst einmal üben.
Um einigermaßen vernünftig zu begleiten ist es von großer Wichtigkeit diese Akkorde aus dem f(reien)F(all) zu können! Überlegt darf nicht werden, wenn man den Akkord G, A oder F spielen will. Wie genau Akkorde geschrieben werden wird in den nächsten Lektionen noch Thema sein!

Jetzt kommt aber ein anderes wichtiges Thema für alle die nach Akkorden spielen möchten. Dreiklangverwandschaften.

Klingt kompliziert ist es auch. Nein ;-), im Ernst ein super, einfaches Thema! Es hat etwas mit Akkordreihenfolgen und Abläufen zu tun. Wer sich mal die Akkordsymbole einiger Lieder (welche in der gleichen Tonart sind) anschaut, wird Gemeinsamkeiten entdecken. So bestehen die meisten Lieder in D-Dur beispielsweise aus den Akkorden: D, G und A dann kommen vielleicht noch Akkorde wie Hm, Em, Fism (vielleicht noch FIS-Dur meist aufgelöst nach Hm) und alle anderen sind eigentlich schon „spezial“. Diese Akkorde nennt man Leitereigene Akkorde. In C-Dur sähe das so aus:

Wer mitgedacht hat weiß worauf wir hinaus wollen, wenn man bestimmte Akkorde spielen kann, kann man auch fast jedes Stück, einer Tonart begleiten. Korrekt!
 

Dreiklangverwandschaften

Es gibt Klangabfolgen/Kadenzen von Dreiklängen. Es gibt verschiedenste Kadenzen aber diese sind die wichtigsten.
Bei Kadenzen definiert man den Grundakkord der Tonleiter als Tonika, den Akkord der 4ten Stufen also den der Quarte als Subdominante und den der Quinte als Dominante. Wir möchten hier nur Dur- und Molldreiklänge/Kadenzen ansprechen.

Dur-Dreiklang

Tonika(I), Subdominante(IV), Dominante(V)

Moll-Dreiklang

Subdominantenparalle(II), Dominantenparallele(III) und Tonikaparallele(VI)

Was euch diese Dreiklänge "bringen".

Nun erstens sollte man zumindest von ihnen gehört haben, aber sie erleichtern das Üben von Akkorden und analysieren von Stücken. Wer diese Dreiklänge in jeder Tonart spielen kann hat auf jeden Fall ein gutes Fundament um Lieder zu begleiten!
Mit dem Dur-Dreiklang kann man fast jeden Volksmusikschlager und viele Spirituals begleiten. Wo wir gerade bei Kadenzen sind. Diese Dreiklänge führen zu Schlüssen. So wird nach einer Tonika, Subdominante und Dominante ein Ende in der Tonika erwartet. Diese Erwartungen werden Schlüsse genannt. Es ist auch möglich Trugschlüsse zu spielen bei denen meist ein Zurückführen auf die Tonika erwartet wird aber ein anderer Akkord gespielt wird. (Meist die Tonikaparallele)
Das ist erst mal eine menge Holz, hier heißt es Üben! In der nächsten Lektion möchten wir auf Mehrklänge, alterierte Akkorde, Modulationen und auf andere Themen eingehen!

Viele Grüße,
Sebastian Mannstein und Christopher Lass

Navigation, Inhalt
Keine Unterkapitel.
Kommentare

Sie möchten einen Kommentar abgeben? Melden Sie sich an und beteiligen Sie sich!

Erstellt am 21. August 2013 von Administrator, letzte Änderung am 21. August 2013