Camp Meetings

Camp Meetings = Treffen auf offenem Felde.

Dieser Begriff hat in verschiedenen Zeiten unterschiedliche Bedeutung gehabt.

In früher Sklavenzeit bezeichnen sie heimliche nächtliche Treffen und Gottesdienste der Sklaven auf den Feldern.

Camp Meetings waren aber nicht nur Treffen von Sklaven, die dies heimlich tun mußten sondern auch Gottesdienste im Freien von der weißen Bevölkerung. Die damaligen Kirchen zur Zeit der Einwanderer und Siedler waren oft nur spärlich eingerichtete Hütten. So war man gezwungen, den Gottesdienst im Freien stattfinden zu lassen, oftmals sogar über mehrere Tage, um den, aus unwegsamen Gebieten angereisten Teilnehmern einige sinnvolle Glaubenstage zu ermöglichen. (RU)

Die Jahre 1815/1830 sind die Zeit der großen Erweckungsbewegung in Nordamerika mit ihren Camp Meetings. Schwarze und Weiße wurden gleichermaßen erfaßt und die Camp Meetings endeten oft mit einem ekstatischen, beschwörenden Abschluß. Beide sollen tief bewegt und beeindruckt gewesen sein. Ob diese Revivals nach Rassen getrennt abgehalten wurden ist nicht überliefert, jedoch haben sie auf die afroamerikanische Bevölkerung einen großen und nachhaltigen Einfluß ausgeübt. Einige beliebten Lieder aus dieser Zeit gehören noch heute zum Liedgut schwarzer Kirchen.

Bernd Grimmel

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