Clara Ward

Clara Ward (21.4.1924 / Philadelphia, Pa. - 16.1.1973 /Los Angeles, CA) war die Tochter von "Mother" Gertrude Ward und die ältere Schwester von Willa Ward. Mother Ward war eine starke Persönlichkeit, die ihre Töchter, vor allem Clara zu Leistungen anspornte und und auch gut zu promoten verstand. Clara selbst spielte Piano und die Gruppe um Mother Ward bestand seit Ende der dreißiger Jahre.

Clara Ward wuchs in Philadelphia auf, verbracht jedoch oft ihre Sommer in South Carolina, woher ihre Mutter stammte und hörte dort die traditionellen Hymnen der Baptisten. Als Teenager verbracht sie eine Zeit in Chicago und übte mit den Roberta Martin Singers.

Heilbut charakterisiert ihre Stimme als "high sweet voice, nasal intensity, and brisk (lebhaft)" und führt weiter aus, dass sie sich in ihrer Phrasierung an Mary Johnson Davis anlehnt. Clara Ward gehört zu den Ikonen aus Gospel's Golden Age und der afroamerikanischen Gospelmusik überhaupt. Die Ward Singers waren außerodentlich beliebt und bekannt. Allerdings war Clara auch sehr geschäftstüchtig und schockte die "Gospelwelt", als sie 1961 einen Kontrakt abschloß, der sie verpflichtete, vierzig Wochen während des Jahres in der New Frontier Hotel Lounge in Las Vegas aufzutreten. Dieses Engagement dauerte fünf Jahre und machte sie in der Jazz- und "weißen" Welt berühmt. Ihre Arrengements verloren jedoch an Authizität und in den schwarzen Kirchen war sie nicht mehr gefragt. Clara Ward war das große Vorbild von Aretha Franklin.

Quelle: Anthony Heilbut

Bernd Grimmel

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