Historie

Historie der Spiritual- und Gospelmusik

Diese Seite stellt eine Orientierungshilfe dar und stellt diverse Seiten zur Geschichte der Spiritual- und Gospelmusik in einen Zusammenhang.

1492
Columbus entdeckt die ersten mittelamerikanischen Inseln, und keine 10 Jahre später hatten bereits Portugisen, Spanier und Engländer die Westküsten Nord- und Südamerikas erkundet.
1510
Einfuhr von Negersklaven zur Entlastung der Indianer in Südamerika.
1619
In den Vereinigten Staaten trafen die ersten schwarzen Sklaven in Jamestown, Virginia, ein. Aus afrikanischer Gesangstradition entstehen in der Folge Slave Songs: Spirituals und Work Songs.
1815/1830
Dies ist die Zeit der großen Erweckungsbewegung in Nordamerika mit ihren Camp Meetings.
1830
Nach der Einführung der Eisenbahn um 1820 begann man in dieser Zeit, die Fluchthilfe-Netzwerke als Underground Railroad zu bezeichnen.
1831
Am 1. January 1831 veröffentlichte William Lloyd Garrison die erste Ausgabe von The Liberator und markiert damit den Startpunkt des offenen Widerstandes gegen die Institution der Sklaverei.
1850
Der Fugitive Slave Law macht jegliche Fluchthilfe illegal und führt dazu, dass der Underground Railroad den Höhepunkt seiner Aktivität erreicht.
Um 1850
findet sich in einem Reisebericht der erste Hinweis auf schwarze Quartette (siehe "Quartet").
1861
Der Amerikanische Bürgerkrieg beginnt.
1865
Abschaffung der Sklaverei
1867
Erste systematische Sammlungen von Slave Songs wurden nach dem Bürgerkrieg angelegt, die wichtigste wurde 1867 veröffentlicht.
1871
Die Fisk Jubilee Singers touren als erstes schwarzes Ensemble durch die USA und Europa und etablierten den Stil, der heute als Konzertspiritual bezeichnet wird.
1902
Die ersten schwarzen Gospelaufnahmen waren Quartett-Aufnahmen, stammen vom Dinwiddie Colored Quartet und wurden am 29. und 31. Oktober 1902 aufgenommen.
1920er & 1930er
diese Periode ist neben vielen Quartettaufnahmen und ersten Soloaufnahmen sowie Sermons auch durch "street gospel singers" oder guitar evangelists gekennzeichnet, blinde Straßenmusiker, die zwar stilistisch Country Blues spielen, dennoch aber nur religiöse Texte singen.
1932

Thomas A. Dorsey schreibt Precious Lord, und setzt damit einen datierbaren Startpunkt in der Entstehung der Weiterentwicklung der Gospelmusik. Der Begriff "Gospel Song" soll 1933 anläßlich der Gospel Singer's Convention von Dorsey zum ersten Mal gebraucht worden sein (Anthony Heilbut). Belegt ist, dass sich das Spirit of Memphis Quartet bereits Ende der 20er Jahre -somit vor Dorsey - als "Gospel Singers" bezeichnete.

Die Zeit zwischen den späten 40er Jahren und 1960 wird allgemein als "Gospel's Golden Age" bezeichnet, also als Höhepunkt in der Entwicklung und Kunstfertigkeit der Gospelmusik und ihrer Interpreten.

1968
Oh, Happy Day bringt Gospelmusik in die internationalen Hitparaden, Startschuss für Contemporary Black Gospel.

Siehe auch: Stilkunde

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