Jessy Dixon
Jessy Dixon wurde am 12.3.1938 in San Antonio, Tex. geboren. Im Alter von fünf Jahren nahm er seine ersten Musikstunden und während seiner Highschool- und Collegezeit bildete er sich in Gesang und Pianospiel weiter. Er übersiedelte nach Chicago und traf mit allen Größen der dortigen Szene zusammen. Dieser Einfluß war wichtig für seine weitere musikalische Entwicklung. In diesem Sinne gehört er auch heute noch zu den Vertretern jenes "Southside Stiles", der künstlerisch feiner und ausgefeilter ist.
1960 war Dixon Mitglied der Gospel Chimes, zusammen mit Dorothy Norwood und Imogene Greene. Die Gruppe backte zu dieser Zeit James Cleveland auf HOB und auf Savoy sowie 1962/1963 Cleophus Robinson. Mitglieder der Chimes auf den Robinson-Sessions sind neben ihm und Greene auch Napoleon Brown und Maceo Woods.
Dixon gründete die Jessy Dixon Singers und tourte von 1970 bis 1980 mit Paul Simon. In den darauf folgenden Jahren war er ein wichtiger Interpret der damaligen Contemporaryszene. Interessanterweise bezeichnete er diese moderne Form nicht als Gospelmusik sondern als "Christian Rock". Zu den Stationen seiner Karriere gehört ferner seine Tätigkeit für den Thompson Community Choir. Dixons bevorzugte Gruppe sind jedoch der Chicago Community Choir, den er ebenfalls gegründet hat.
Dixon hat Europa schon öfters bereist und ist auch regelmäßig in Deutschland. Beeindruckend war vor wenigen Jahren seine Aufführung von Langston Hughes Black Nativity in einer von Alberta Carter Bradford, Alex Bradfords Frau, überarbeiteten Fassung. Dixon hat auch wesentlichen Einfluß auf die Gospelbewegung in Norwegen.
Dixon gehört heute zu den bedeutendsten Gospelsängern und interpretiert überwiegend im traditionellen Stil. Er verfügt über einen vollen, "warmen", bemerkenswerten Bariton. Seit 1980 begleitet ihn Elsa Harris als Pianistin. Jessy Dixon ist für seine brillanten, eindrucksvollen Live-Performances berühmt.
Quelle: Hayes & Laughton
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