Joe Hinton
Joe Hinton (15.11.1929 / Evansville, In – 13.8.1968 / Boston, MA) begann seine Karriere bei den Chosen Gospel Singers. Nachweislich war er Mitglied der Chosens während Aufnahmesessions zwischen 1955 und 1958; genauere Daten fehlen. Diese Aufnahmen entstanden auf Nashboro, nachdem die Gruppe von Specialty zu diesem Label gewechselt hatte. Interessanterweise werden neben Hinton, der keine Leadparts übernahm, u.a. Robert Crutcher, Lou Rawls (später Mitglied der Pilgrim Travelers), Tommy Ellison (Tommy Ellison & Five Singing Stars), Thomas Spann (Leadsänger der Brooklyn All Stars) und Herbert Robinson (Sensational Nightingales) genannt.
1956 nahm Hinton mit dem Spirit of Memphis Quartet auf und ist auf den WDIA-Aufnahmen auch als Leadsänger vermerkt. Im gleichen Jahr wechselte die Gruppe zu Peacock und Jethroe Bledsoe überließ ihm die meisten Solopartien. Hintons hoher Tenor fällt – ähnlich zu Claude Jeter – oft ins Falsetto. Hintons letzte Aufnahmen mit dem Spirit of Memphis sind 1958 / 1959 entstanden.
Don Robey vom Peacock-Label bot Hinton eine Karriere als R&B-Sänger an, die dieser annahm und ab 1958 säkuläre Songs einspielte. Hinton war zunächst wenig erfolgreich, punktete dann aber mit mehreren Hits. Zehn Jahre nach Beginn seiner R&B-Laufbahn verstarb er.
Quellen: Hayes & Laughton; Jason Ankeny
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