Jubilee
Die Quartetszene änderte ihren Stil Ende der 30er Jahre hin zum "jubilee". Als Stil wird "jubilee" eher ruckartig gesungen, ist künstlerisch verfeinerter aber auch festgelegter als der alte "country style". Die Leadsänger hatten wenig Improvisationsmöglichkeiten und eine individuelle Ausgestaltung war kaum möglich. Dieser damals neue Stil wird am besten vom 1934 gegründeten Golden Gate Quartet dokumentiert aber auch viele andere Quartette folgten der neuen, modernen Richtung. Das Golden Gate Quartet hatte die stilistischen Elemente von einer weltlichen Gruppe, den Mills Brothers, übernommen. An bedeutenden "Jubilee"-Quartetten dieser Zeitspanne sollen die Folgenden erwähnt werden: Die Selah Jubilee Singers, 1931 zum ersten Mal aufgenommen, die Golden Eagle Gospel Singers, 1937 aufgenommen, die Alphabetical Four mit ersten Aufnahmen von 1938, die Jubalaires, die Reliable Jubilee Singers usw..
Der Quartettstil entwickelte sich Ende der vierziger Jahre wiederum weiter und löste den eher formalen Jubileestil ab. Der nun entstandende Stil wird als "gospel style" bezeichnet.
Der Jubileestil darf nicht mit den Bezeichnungen alter Quartette verwechselt werden , die sich üblicherweise in den 20er und 30er Jahren "Jubilee Singers" oder "Jubilee Quartet" nannten. Hier bedeutet der Begriff, dass es sich um Interpreten religiöser Musik handelte, ähnlich der damaligen Bezeichnung "Sanctified Singers".
Die A-Cappella-Gruppe Take 6 singt heute in einer Weise, die auch als "neo-jubilee" bezeichnet wird; wobei die Parallelen zum festgelegten alten Jubileestil, zu den klaren Leadparts und zur künstlerischen Ausgefeiltheit nachvollziehbar sind.
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