Mighty Clouds of Joy
Gegründet wurden die Mighty Clouds of Joy in Los Angeles durch Ermant Franklin 1958/1959, auch Willie Joe Ligon wird als Gründer angegeben, wobei ihr Ursprung weiter zurückliegt und der Name von Bedil Goldsmith stammen soll. Bevor Joe Ligon als Leadsänger der Clouds in Erscheinung trat, war "Big" Henry Johnson als Lead vorgesehen. Dieser hatte wohl mit Ligon Probleme und wechselte zu den Five Blind Boys of Mississippi. Ligons Vorbild war Reverend Julius "June" Cheeks und sein Gesangsstil lehnt sich deutlich an Cheeks an. Erste Mitglieder außer Ligon und Ermant Franklin waren Elmer Franklin (8.10.1936 - 25.4.2008), Richard Wallace, Leon Polk und Johnny Martin.
1960 unterzeichneten sie einen Plattenvertrag mit Peacock. Die ersten Aufnahmen auf Proverb und HOB stammen von 1958, die Peacockaufnahmen vom September 1958. Diese letztgenannten Aufnahmen machten die Clouds innerhalb kürzester Zeit bekannt und die Gruppe stieß bald in die Quartettspitze vor. Sie bevorzugten von Anfang an den Falsetto-Backgroundgesang, der sich zur damaligen Zeit gerade bei neueren Quartetten durchzusetzen begann. Diesem Sound ist die Gruppe bis heute "treu" geblieben. "Aint Got Long To Stay Here" dürfte noch vor "Family Circle" der erste Hit der Gruppe gewesen sein. Die gleichnamige LP erschien 1962 und enthält ausschließlich bemerkenswerte Einspielungen. 1975 versuchte sich die Gruppe mit dem Album "Kickin'" im Soulgeschäft, ohne ihren Bezug zur Gospelmusik aufzugeben und hatte mit "Mighty High" einen Erfolg in den Charts. Um 1980 wechselten sie zu Myrrh und die Alben "Cloudburst" und "Miracle Man" waren wiederum sehr erfolgreich. In dieser Periode hatte Paul Beasley von den Gospel Keynotes zu den Clouds gewechselt. Wenige Jahre später ging Beasley zu Willie Neal Johnson und den Keynotes zurück und verblieb bis heute bei einem der Keynotes-Sets.
Die Clouds nahmen weiter auf Rejoice, Word, Intersound und Platinum auf. Sie sind heute eines der wichtigsten Ensembles der Quartettszene, geschätzt und bewundert und Joe Ligon wurde zu einer lebenden Legende.
Zu den bekanntesten Songs der Clouds zählen u.a. "None But The Righteous", "Nearer To Thee", "By Faith", "I Came To Jesus", "He's Able", "A Bright Side", "I Need The Lord", "I'll Go", "Have A Little Faith", "I've Got One Thing", "Over In Zion", "Time", "The Master Plan", "Millionaire", "Love Train", "Walk Around Heaven All Day", "I Don't Feeel Noways Tired", "Everybody Ought To Praise His Name", "I Made A Step", "This World Is Not My Home", "Any Good Time At All", "Build Me A Cabin In Glory", "Amazing Grace", "I Fell In Love With Jesus", "I Got My Mind Made Up To Serve The Lord", "Can't Nobody Do Me Like Jesus", "I Know I Got Religion" und "Power Of The Holy Ghost", "
Laut Holland waren die Mitglieder 1997: Ligon, Wallace, Wilburt Williams, Michael McCowin und Dwight Gordon.
Die letzte Besetzung bestand aus Joe Ligon, lead (auf den ersten Aufnahmen seit 1958 dabei), Richard Wallace, guitar (seit 1960 dabei), Johnny Valentine, drums (?, 1990 dabei), Michael Cook (? / +18.7.2008) und Ron Staples (?, 1999 dabei). Allphonso "Cheesburger" McClain, spielt Piano bzw. Orgel (?, 1990 dabei).

