NRW-Gospel/FriedensGebet
Am 16. September fand auf Initiative einiger Living Voices und Gospel Family of Christ Sängerinnen und Sänger ein Friedensgebet in der Krefelder Friedenskirche statt. Das Mitgefühl mit den Opfern des Terrors, die Sorge und Hilflosigkeit waren Anlass genug.
Zu diesem Friedensgebet war am 17. September 2001 in der Rheinischen Post zu lesen:
Gestern Gospel-Gottesdienst:
Der Terror hat keine Religion
Manchmal ist scheinbar weit entferntes Leid ganz nah. So wie gestern. Da berichtete eine seit 14 Jahren in Krefeld lebende Amerikanerin, dass sie immer noch auf ein Lebenszeichen einer Freundin aus New York warte.
Mucksmäuschenstill war es da gestern Abend in der überfüllten Friedenskirche. Hunderte Krefelder kamen zum interreligiösen Gospel-Gottesdienst, zu dem der evangelische Gastgeber, Pfarrer Michael Windhövel, Kaplan Joachim Schwarzmüller, der Hodscha der Moschee an der Viersener Straße, Sevket Zengin, und die koreanische Gemeinde vom Niederrhein eingeladen hatte.
Begleitet wurde das Ganze von den Krefelder Gospelchören Living Voices und The Gospel Family of Christ unter der Leitung von Angelika Rehaag. Bei "With God in Heaven" oder "Someone is crying, Lord" wurde da die ganze mitreißende Kraft dieser afroamerikanischen Kirchenmusik deutlich, die so manchen zu Tränen rührte, Pfarrer Windhövel wies darauf hin, dass der Hinweis auf Gott, sei es "der christliche Dreieinige Gott oder Allah", niemals Gewalttaten rechtfertige. "Hier wird Gott missbraucht!", so Sevket Zengin, der eventuellen Vorurteilen gegenüber dem Islam entgegen trat: "Gott ächtet in allen Religionen Werke des Teufels. Terror hat keine Religion."
"Ich will, dass wir alle zusammen stehen, egal welchen Pass wir haben", rief besagte Amerikanerin alle Gottesdienstbesucher auf, die gestern ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Solidarität abgaben.
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