Orlandus Wilson
Orlandus Wilson (1917 / Chesapeake, Va. - 31.12.98 / Paris) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Golden Gate Quartets und sang dort seit 1934 Bass. Zu den Vorbildern der Gates gehörten die Mills Brothers, ein populäres Quartett außerhalb der religiösen Musik.
Nachdem Wilson und die anderen Mitglieder ihren Highschool-Abschluß in Norfolk, Va. gemacht hatten, unterschrieben sie einen Vertrag mit der Radiostation WBT in Charlotte, Va. und verblieben dort die nächsten drei Jahre. Victor Records nahm 1937 mit ihnen vierzehn Titel auf und Wilson ist auf diesen Aufnahmen dabei. 1938 trat er mit den Gates beim berühmten "Carnegie Hall Concert" auf. 1943 wurde Wilson zur Armee einberufen und kehrte erst 1946 zum Golden Gate Quartet zurück. Die erste Auslandsreise hatte die Gates 1941 nach Mexiko geführt und 1955 starteten sie ihre erste Europatournee.
Da die Interpretationsweise dieses im Julileestil singenden Ensembles in den Staaten nicht mehr gefragt war, sie aber in Europa stürmisch gefeiert wurden, übersiedelten sie Ende 1959 nach Frankreich und trat von dort ihre jährlichen Tourneen an.
Orlandus Wilson verblieb bis drei Monate vor seinem Tod als Mitglied und Leiter der Gruppe und sein Großneffe Paul Brembly singt noch heute im Golden Gate Quartet. Wilson verstarb am 31.12.1998 in seiner Wahlheimat Frankreich und seine Frau im Dezember 2004.
Quelle: Peter Grendysa
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