Robert Patterson Singers

Die Robert Patterson Singers nahmen bereits 1950 ihre ersten Schallplatten bei Savoy auf. Anschließend wechselten sie zu Gotham und King. Als Patterson Singers of Brooklyn, N.Y. kamen sie 1960 zum Federal-Label. Robert Patterson war Pianist und Arrangeur dieser zunächst "gemischten" Gruppe. Der Sound der Patterson Singers orientierte sich in ihren frühen Aufnahmen an den Roberta Martin Singers. Die Gruppe war mit Langston Hughes Song-Play "Black Nativity" weltweit auf Tournee.

Robert Patterson änderte die Zusammensetzung der Mitglieder und machte aus der "gemischten" Gruppe eine reine Frauengruppe. 1967 wurde diese anlässlich des American Spiritual And Gospel Festivals in Deutschland und Europa vorgestellt. Die Mitglieder der Festivalgruppe waren - ausser Patterson - Mildred Lane, Elaine Davis, Irene Leader, Mary Stephens und Everlena Miles, ergänzt durch den Schlagzeuger Tommy Laverne Spivey. Patterson sang hin und wieder Lead, ähnlich wie dies die Pianisten der Caravans oder Davis Sisters taten.

Lippmann und Rau verzichteten auf weitere Gospel-Festivals und präsentierten die Robert Patterson Singers in den folgenden Jahren regelmäßig in Deutschland. So entstanden hierzulande einige Alben, u.a. auch mit Klaus Doldinger als Organist.

Die Gruppe wandte sich zunehmend populären Freedom-Songs zu und verlor leider an Authentizität. Auch heute finden sich noch regelmäßig Alben der Patterson Singers als Secondhand-Angebote. Der Sound der Gruppe orientierte sich zuletzt an einem deutlich sopranbetonten Background, ähnlich dem der "zweiten" Clara Ward Singers oder der Andrews Gospel Singers. Ab den frühen 70er Jahren trat die Gruppe nicht mehr in Erscheinung.

Bernd Grimmel

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